Beschreibung
MITMENSCHENREDEN | Ausgabe 2026-02
Thema dieser Ausgabe: Konfliktlinien der Gegenwart
Unsere Gesellschaft lebt im Dauerstress: Demografischer Druck, Migrationsdebatten, Energiepolitik und Vertrauensverluste in Institutionen überlagern sich. Was früher Einzelthemen waren, verdichtet sich heute zu strukturellen Spannungen. Diese Ausgabe legt solche Konfliktlinien offen. Nüchtern, faktenbasiert und ohne rhetorische Beruhigungspillen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Kräfte langfristig über Stabilität oder Erosion entscheiden. Wie realistisch ist der Weg zur Klimaneutralität im industriellen Kernland? Was bedeutet die demografische Entwicklung für Sozialstaat, Wohlstand und Generationengerechtigkeit? Wie lässt sich Migration zwischen ökonomischer Notwendigkeit und gesellschaftlicher Kohäsion gestalten? Und welche Narrative bestimmen, was wir für lösbar – oder für alternativlos – halten?
Schwerpunkte dieser Ausgabe:
Clara Mewes im Gespräch über Klimaneutralität zwischen Datenlage, Systemkosten und Kommunikationsstrategien – jenseits moralischer Verkürzungen.
Ayşe Özbabacan über Fachkräftemangel, Integrationspraxis und die Frage, ob Deutschland Vielfalt verwalten oder gestalten will.
Prof. Dr. Herwig Birg über die demografische Krise als strukturelle „Mutter aller Krisen“ – mit klaren Thesen zu Wohlstandsparadox, Multiminoritäten-Gesellschaft und politischer Verdrängung.
Beiträge zu Föderalismus und Reformblockaden, zur Rolle des Staates zwischen Fürsorge und Eigenverantwortung, zur Macht von Narrativen, zur Sicherheit als Voraussetzung für Dialog sowie zur Legitimität und Kritik des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ergänzt durch Kolumnen, Porträts und fotografische Perspektiven auf eine Gesellschaft im Spannungszustand.
Wer verstehen will, warum sich unsere Debatten verhärten – und welche strukturellen Ursachen dahinterliegen –, findet hier Argumente statt Schlagworte.

